Izidro kann wieder auf zwei Beinen stehen - Zwölfjähriger Junge aus Angola wurde kostenfrei behandelt

19.07.2017/am

Izidro kann wieder stehen und laufen: In einer mehrstündigen Operation wurde der Zwölfjährige von Dr. med. Caius Radu, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, an den Beinen operiert. Wegen schwerer Brandverletzungen konnte er sie nur noch eingeschränkt bewegen und belasten. Die Hilfsorganisation „Friedensdorf International“ hatte den Klinikaufenthalt vermittelt. Arzt und Krankenhaus tragen dabei die Kosten für  Behandlung, Operation und Aufenthalt.

Zusätzlich zum Pflegepersonal wird der Junge von ehrenamtlichen Betreuerinnen des Friedensdorfs umsorgt.

Nach einem mehrwöchigen Aufenthalt im St. Theresien-Krankenhaus kehrt Izidro nun zu Rehabilitationsmaßnahmen ins Friedensdorf nach Oberhausen in Nordrhein-Westfalen zurück. In einigen Monaten tritt er von dort aus die Heimreise zu seiner Familie an. Seine Eltern hatten ihn von ihrem Heimatort in die über 900 Kilometer entfernte Hauptstadt Luanda gebracht, wo sie um Hilfe für ihren Sohn baten.

Das „Friedensdorf International“ arbeitet seit 1994 in Angola. Jährlich werden zwei Hilfsflüge nach Luanda, der Hauptstadt Angolas, organisiert und die schwerverletzten bzw. kranken Kinder, die in ihrer Heimat nicht ausreichend versorgt werden können, nach Deutschland zur medizinischen Behandlung gebracht. Seit vielen Jahren finanziert Sternstunden e.V., die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, die Charterflüge.  In Bayern stellen rund sechzig Krankenhäuser den Kindern ihre Behandlungsmöglichkeiten kostenfrei zur Verfügung.

Das Friedensdorf finanziert sich fast ausschließlich aus Spenden und trägt das DZI-Spendensiegel. Mehr dazu unter www.friedensdorf.de

Foto: Uwe Niklas